Einblick in die Ausbildung zum Schwimm Kampfrichter - ein Selbstversuch

Kampfrichter im Schwimmen –
Notwendigkeit und Einblicke in die Ausbildung – ein Selbstversuch
Ohne sie läuft bei Schwimmwettkämpfen nichts: Kampfrichter sorgen für faire Bedingungen,
überwachen die Einhaltung der Regeln und gewährleisten einen reibungslosen Ablauf.
Kurzum: Ohne Kampfrichter können Wettkämpfe nicht stattfinden!
Die schiere Anzahl von i.d.R. mindestens 20-25 Kampfrichtern, die man braucht, um einen
Wettkampf durchführen zu können, lässt sich dabei nicht vereinsintern stellen. Zumal die Trainer
sich bereits um die Betreuung der Kinder während eines Wettkampfs kümmern müssen.
An dieser Stelle setzt daher die wichtige Mitarbeit von Eltern ein, die gemeinhin auf Wettkämpfen einen großen Teil der
Kampfrichterarbeit übernehmen.
Kurzum: Ohne Eltern im Verein, die Kampfrichter machen, können der Verein und die Kinder nicht an Wettkämpfen teilnehmen!
Doch wie wird man eigentlich Schwimm-Kampfrichter?
Um das Procedere kennen zu lernen, habe ich, Dieter Kristen, vom Vorstand der TSV Schwimmabteilung kürzlich die
entsprechende Ausbildung gemacht, da Kampfrichter händeringend in allen Vereinen und auch bei uns der
Schwimmgemeinschaft Dreieich gesucht werden.
Ich möchte hier auch allen Elternteilen unserer schwimmbegeisterten Kinder und Jugendlichen die Scheu vor diesem Posten nehmen.
Los geht es mit einem „ganztägigen Kurs“ in der Landessportschule in Frankfurt bei dem man die notwendige Theorie kennenlernt.
Der Kursleiter ist ein Profi und macht diesen Kurs sehr anschaulich, so dass am Ende des Tages der Test mit etwas mehr als 40 Fragen
mühelos bestanden werden kann. Ich habe mich aber auch im Voraus mit der Materie beschäftigt und man findet im Internet genug
Hilfen und auch Testfragen.
Ausserdem darf man beim Test sogar seine Unterlagen !! benutzen. Wie genial.
Nach bestandenem Test hat man ein Jahr Zeit seine „Praktische Unterweisung“ für Wettkampfrichter durchzuführen.
Hierzu begleitet man als Azubi bei einem Schwimmwettkampf, den man sich aussuchen kann, jeweils abwechselnd die
Positionen Schwimmrichter, Zielrichter, Zeitnehmer und Wenderichter.
Bei mir war es das TSG Schwimmfest im Darmstädter Nordbad. Eine eindrucksvolle Veranstaltung mit einer sehr grossen Anzahl
von jugendlichen Startern ab Jahrgang 2017.
Insgesamt gab es an diesem Wochenende 3740 Einzelstarts und 70 Staffelstarts! Alles war perfekt organisiert worden.
Allein schon dieses war ein Erlebnis und die Stimmung während der Wettkämpfe war genial.
Ein Erlebnis für alle, aber viel Arbeit für die vielen Schieds- und Kampfrichter.
Für mich bot die Ausbildung nicht nur spannende Einblicke hinter die Kulissen des Schwimmsports, sondern auch die Möglichkeit,
Teil einer engagierten Gemeinschaft zu werden. Man erlebt Wettkämpfe aus einer ganz neuen Perspektive. Für das leibliche Wohl
der Kampfrichter wird heutzutage meistens auch gesorgt: Während ihres Dienstes werden sie i.d.R. mit Getränken versorgt und
in den Mittagspausen gibt es oft ein kostenfreies Essensangebot.
Nach Abschluss der praktischen Unterweisung erhält man dann vom Hessischen Schwimmverband die Kampfrichter-Lizenz,
sowie ein Kampfrichter-T-Shirt und kann sofort bei regionalen Wettkämpfen eingesetzt werden.
Ich kann allen Eltern nur empfehlen: Machen sie die Ausbildung!
Mit etwas Vorbereitung ist diese problemlos machbar, auch wenn man sich bis dato nicht im Schwimmsport auskennt.
Es gibt ja auch nicht Schöneres als mit seinem Kind zum Wettkampf zu fahren und es neben den erfahrenen Trainern/Betreuern
hierbei zu unterstützen.
Es ist eine Art Wertschätzung für das Training des Kindes.
Trauen Sie sich! Ihr Kind wird es Ihnen danken. Der nächste Lehrgang ist im Herbst 2026.
Peter Oertel nimmt aber schon jetzt Anmeldungen entgegen. Die Kursgebühr übernimmt der Verein!







